bodenlos e.V. * 80935 München
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Zwei Bodenlose waren dabei! Hier gibt es eine kurze Zusammenfassung.
Ein Bericht von Andrea Brüggemann.

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Homepage: https://www.dhv.de/web/index.php?id=1705

25.06.04
Raus aus dem Kessel...
aber erst mal weg vom Jenner, denn der Startplatz ist für einen Wettkampf etwas zwergwüchsig. Die Aufgabe: 101,5 km, Kössen und zurück.
Es geht vorbei am imposanten Watzmann und über die beeindruckenden Felswände der Reiteralm (Alphorn). Und für mich ging es danach bergab, wer muss die Strecke denn auch zweimal sehen? 19 Piloten sind fleißig zurückgeflogen, darunter natürlich auch Andreas auf Platz 19. Ich bin trotzdem mächtig stolz, denn wäre kein Wettkampf gewesen, hätte ich mich nicht aus dem Tal herausgetraut.
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26.06.04
Kesselrunde
Zweiter Tag, der Westwind hat zugenommen. Die Aufgabe: 57,8 km im Kessel hin- und herfliegen. Ist ja nicht so mein Ding, aber dass ich mich schon beim ersten Besuch der Blaueishütte versenken musste, hat mich schon geärgert. Zum Glück hat Andreas wieder unseren Boden gerettet, er flog auf Platz 22 ins Ziel.

27. & 28.06.04
Durchgang „cancelled“
Herrlich!!! Ausschlafen, lange Frühstücken, die Landschaft am Boden genießen...
Abends am Campingplatz haben wir so gut gefeiert, dass am nächsten Tag die Sonne hätte scheinen sollen... (War wohl doch nicht genug!)
Am zweiten Regentag gab es eine geniale Führung durch das Salzbergwerg. Kein Tourie-Nepp, sondern eine Wanderung durch die endlosen Gänge des Bergwerks, vorbei an den unterirdischen Soleteichen und Bohrlöchern.
Abends waren alle zu einer Schaumparty in die Watzmann-Therme eingeladen. Normalerweise sieht man die Flieger ja nur vermummt, jetzt wurden in der Sauna alle Hüllen fallengelassen! Im Whirlpool mit einem „Landebier“ in der Hand ließ sich der Tag gut ausklingen.

29.06.04
Freifliegen
Leider verziehen sich die Wolken aus dem Berchtesgadenerland nicht so schnell. Als am Wallberg die Flieger schon wieder aufgedreht haben, wurde bei uns noch auf die Entscheidung des Ligaausschusses gewartet. Die Abschattungen waren zu groß und kein Talwind vorhanden; ein Durchgang wäre ein Lotteriespiel gewesen. Aber es hat noch für einen gemütlichen Freiflug über den Königssee gereicht.
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30.04.06
Nochmal raus aus dem Kessel!
Jetzt kenne ich die Strecke ja schon, es geht wieder Richtung Westen. Also habe ich mir fest vorgenommen ins Ziel zu fliegen; sind ja „nur“ 82,5 km. Der Hinweg läuft super, ich drehe sogar an der Reiteralm mit einigen Toppiloten auf. Die Wende am Loferer ist kurz danach geschafft und es geht auf den Rückweg. Leider stehe ich doch wieder auf einer schönen Alm und nicht am Landeplatz auf dem Boden. Zwei sehr nette Österreicher nehmen mich über einen kleinen Waldweg und über eine grüne Grenze zurück an den Hintersee. Es war ein schöner Fug. Trotzdem etwas Frust, 48 Piloten fliegen ins Ziel und kein Bodenloser, denn Andreas hat die Grippe auf dem Boden gehalten.
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31.04.06
Vor der Front!
Obwohl von der schnell herannahenden Front die Vorboten schon zu sehen waren, wurde noch ein kurzer Durchgang geflogen: 30,3 km; 13:30 Uhr letzte Landung.
Kurz nach dem Start versenken sich einige Piloten in der Abschattung. Ich nehme wie immer die erste Wende am Kehlsteinhaus. Zurück zum Jenner, die Wolken bauen schon ganz schön auf. Ich nehme die zweite Wende mit angelegten Ohren, da die Wolken schon ordentlich ziehen. Dritte Wende ist wieder das Kehlsteinhaus, jetzt ist es schon nicht mehr zu sehen, die Wolkenbasis hat sich deutlich gesenkt. Ich schaffe die dritte Wende nicht mehr, mich spült der zunehmende Talwind rückwertsfliegend auf eine große Wiese. Kurz danach wird der Durchgang gestoppt (13:05 Uhr), 32 Piloten haben es ins Ziel geschafft, ich war viel zu langsam.


Fazit
Gewonnen hat Bruno Arnold vor Andreas Malecki und Oliver Rössel. Bei den Frauen hat Ewa Cieslewicz beeindruckt und ist vor Elisabeth Rauchenberger und Monika Mack ins Ziel geflogen.
Es gab noch ein Trostpflaster für mich. Obwohl ich feststellen musste, dass bei einem Ligadurchgang ein ganz anderer Wind weht, als auf der Ladies-Challange, gab es noch einen Pokal für mich. Die BG-Open waren gleichzeitig die Bayrischen Meisterschaften, dort bin ich bei den Frauen auf Platz drei gelandet, hinter Dorothea Stichelmair und Renate Griebl. Dies nehme ich als Ansporn für die German-Open, wenn es wieder heißt: „The Window is Open!“

bgdsieger kl 01
Sieger Berchtesgaden Open